Psychisch Krank: Wege aus der Isolation

Veranstaltungsreihe „IRRwege verstehen“ am 06. Juni 2018 von 18:00 - ca. 19:30 Uhr im Amalie-Raiffeisen-Saal, VHS Neuwied

Die Zahl psychisch kranker Menschen ist in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen. Ursache hierfür dürfte sein, dass Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen abgebaut wurden. Auch die Hilfsangebote konnten deutlich verbessert werden. Zu den bekann-testen und häufigsten seelischen Störun¬gen gehört die Depression. Sie nimmt keine Rücksicht auf Alter, Geschlecht, Herkunft, gesellschaftliche und berufliche Stellung oder Status. Sie führt zu Isolation und Einsamkeit, oft bricht das soziale Netz für die Betroffenen im Verlauf der Krankheit vollständig zusammen. Dies liegt vor allem daran, dass die Betroffenen aufgrund ihrer Krankheit nur eingeschränkt kommunizieren können und unter schweren Gefühlsverzerrungen wie etwa Schuldgefühlen gegen über Freunden und Familie leiden. In der Folge sind sie distanziert und zum Teil aggressiv gegenüber Freunden, Part¬nern, Kindern oder Arbeitskollegen, die dieses Verhalten wiederum als ablehnend und desinteressiert empfinden. Aufgrund mangelnder Kenntnisse über die Krankheit können sie die plötzliche Wesens- und Verhaltensänderung nicht nachvollziehen und ziehen sich ihrerseits zurück. So gerät der Erkrankte in einen Teufelskreis, denn die verständnislose Re¬aktion seines sozialen Umfelds bewirkt, dass er sich noch haltloser, isolierter und hoffnungsloser fühlt. Einige Menschen mit Angsterkrankungen beispielsweise können angstbedingt das Haus nicht mehr verlassen, sodass sie z.B. eine ambulante Therapie, Beratungsstelle, Selbsthilfegruppe oder Sportverein nicht aufsuchen können. Für Betroffene, Angehörige und Freunde eine große Belastung!

Daher wird in der Neuwieder Veranstaltungsreihe „Irrwege verstehen“ gemeinsam über das Thema gesprochen, um zu informieren und zu diskutieren. Als kompetente Gesprächspartner stehen Anne Nick, Selbsthilfegruppe „Angehörige psychisch Kranker“, Neuwied, Martina Kröhne, Gemeindepsychiatrie der Arbeiterwohlfahrt Neuwied, Annette Baldus, Sozialdienst des St. Antonius Klinikum Waldbreitbach, Christine Birkenheuer, Ambulante Dienste „vor Ort“ sowie Andreas Schubert, Mitglied der Selbsthilfegruppe „Aufwind“. Betroffene, Angehörige und Interessierte haben die Möglichkeit, sich zu informieren und an die eingeladenen Gesprächspartner Ihre Fragen zu stellen. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. VHS Neuwied, Heddesdorfer Str. 33, 56564 Neuwied. Infos: Dr. Kettler, Tel.: 02631 / 803-732 oder VHS Neuwied, Tel.: 02631 / 39 89- 0. Informationen im Internet: http://www.psychiatrie-neuwied.de.
 
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